Mal hurtig nach Passau

und zum Tag der offenen Tür meines ehemaligen Arbeitgebers

Reisebericht: Aadorf, Freising Weihenstephan, Passau, Freising, Aadorf (988 km)

Der 200D fertig zur Abfahrt

Freitag Abend 20:00 Uhr der Mercedes ist fertig gepackt zur Abfahrt

Freitag 30.06.2006

An für sich war der Freitag (30.06.2006) ein ganz normaler Arbeitstag. Am kommenden Sonntag war bei meinem ehemaligen Arbeitsgeber bzw. deren neuen Einheit in welcher er fussioniert wurde, Tag der offenen Tür. Ein gute Gelegenheit mal wieder alte Bekannte zu treffen. Da mein w123 reisebereit in der Garage stand, lag nichts näher als die Gelegenheit zu nutzen mal wieder nach Weihenstephan zu fahren. Die Fahrt mit einer weiteren Reise zu kombinieren gab zusätzlichen Ansporn. So entstand kurzerhand diese Reise, welche in diesem Reisebericht festgehalten ist.

Im Büro war um 17:00 Uhr schluss. Ich ging nach Hause um die Waschmaschine, welche mir nur am Wochenende zur Verfügung steht, zu füllen und den 200D zu packen. Um 20:00 Uhr hing die zweite Waschmaschinenladung sauber auf der Leine und der Benz war fertig gepackt. Die Reise begann. Der Weg führte via Bregenz (Österreich), Lindau nach Weihenstephan. In Bregenz nutze ich die Gelegenheit günstigeren Diesel zu tanken und meinen 20 l Kanister zu füllen. In Deutschland angekommen ging es via A96 weiter in Richtung München. Der Mercedes dieselte mit seiner 50 PS Maschine gewohnt ruhig dahin. Die Nacht war warm und es war angenehm beim offenen Schiebedach zu fahren. Ausser entspannt anzukommen war für diesen Tag nichts mehr geplant. Aufgrund des Freibierfestes in Freising, welches diesen Abend stattfand,beschloss ich mein Nachtquatier ausserhalb von Freising zu suchen. Ich fuhr nach Allershausen, wo ich für ein paar Monate wohnte und ich mich auskenne. Wie erwartet fand ich gegen Mitternacht in der Nähe der Kirche ein ruhiges Latternenplätzchen um meinen W123 abzustellten. Mit dem Zähneputzen, zu welchem ich den Strassengulli als Spuknapf missbrauchte, ging der Tag zu ende.

Gefahrene Kilometer: 296 km

Frühstück bei der Landtechnik Weihenstephan)

Frühstück bei meinem ehemaligen Brötchengeber

Ein Wiedersehen nach vier Jahren

Ein Wiedersehen nach fast vier Jahren. Der Benz hat seinen Namen-(Schild) geändert, die Firma hat einen anderen Namen, doch das Schild ist noch das alte.

Passau: Blick auf die Altstadt

"Passau musste ich (leider) zu Fuss erkunden. Der Benz kam ins Parkhaus."

Kaffeepause am günem Inn

Kaffeepause am günem Inn, welcher zugleich die Grenze wischen Deutschland und Östereich ist.

Abendessen in Weihenstephan

Die Gastfreundschaft meines ehemaligen Arbeitgebers muss man in einem Reiseführer aufnehmen. Es gab einen Tisch, Wasser aus der Leitung und Strom aus der Steckdose.

Samstag 01.07.2006

Die Nacht war für mich um 7:00 Uhr zu Ende. Ich groch aus meinem Schlafsack, zog meine Klamotten an und setzte Kurs zur ehenmaligen Landtechnik Weihenstephan. Dort angekommen Freude es mich sehr, dass meine Erwartungen, frisches Leitungswasser und Strom aus der Steckdose, erfüllt wurden. Ausserdem fand ich einen "Tisch" welcher das Frühstücken angenehmer machte. Ein paar Jogger kamen vorbei und betrachteten meinen Frühstückstisch sehr misstrauisch. Leider waren sie aber sehr schnell wieder weg, sonst hätte ich ihnen einen Kaffee angeboten. Ausserdem freude ich mich sehr, als ich bemerkte dass trotz dem Zeitalter der Fussionsvieren noch das alte Firmenschild an der Hauswand hängt. Nach dem Frühstück ging die Reise weiter nach Passau. Obwohl ich damals viel näher an dieser Stadt wohnte als heute nutzte ich nie die Gelegenheit sie zu besichtigen. Dieses wurde an diesem Tag nachgeholt. In Passau angekommen stellte ich fest, dass meine Anwesendheit das durchschnittliche Alter der Besucher wohl eher nach unten korrigierte. Berechnete man das durschnittliche Alter der Autos, so erzeugte meine Anwesenheit gerade das Umgekehrte. Die Stadt war voll mit Renter(Touristen) und Autos. Auf den engen, aber durchaus sehenswerten Gassen war ein Verkehrskaosk. Ich floh, indem ich meinen Benz in eine Tiefgarage stellte und die Stadt zu Fuss erkundete. Nach ca. vier Stunden Spaziergang kreuz und quer durch die Innenstadt hatte ich genug gesehen und beschloss den Rückzug. Im Gegensatz zur Anreise verzichtete ich diesesmal auf die Autobahn. Die Landstrassen führten zuerst zu einem Lidl, wo ich gleich den Proviant für das Abendessen kaufte, dann am Inn entlang. Zwischendurch überquerte ich kurz die Grenze nach Österreich und fand eine Sitzgruppe direkt am Fluss um mir einen Kaffee zu kochen. Anschliessend ging die Fahrt über eine Hügelkette zum Isartal, welches ich bis nach Freising hinauffuhr. Gegen 19:00 Uhr erreichte ich Freising. Ich fuhr zum MiniMal um eine 0,5 l Eispackung und zwei Freisinger Jägerbräu zu erwerben. Das Eis wurde sofort zur Abkühlung verdrückte. Das Bier wanderte in die Kühlbox. Ich fuhr weiter zur ehemaligen Landtechnik um meinen "Frühstückstisch" für das Abendessen zu nutzen. Es gab mal wieder Fleisch mit Knödel aus dem Kochbeutel. Nach dem Abendessen und Abwasch erfolgte ein kleiner Verdauungsspaziergang zum Domberg. Mit dem Einbruch der Nacht wurde der Daimler in die Ecke des Hofes geparkt und das Nachquartier bezogen. Vor dem Schlafengehen gab es noch ein Freisinger Jägerbräu als Schlummertrunk.

Gefahrene Kilometer: 379 km

Aussicht auf die Rollbahn

Den Flughafen fand ich schon damals sehr interessant.

Ein orginal Freisinger Traktor

Der Zweite Höhepunkt der Reise: Alte Landtechnik und "alte" Bekannte.

Ein Claas Mähdrescher

Es gab aber auch Neues zu sehen.

Der Mercedes auf dem Rasthof Lechtal

Ein kurzer Zwischenstop mit einem Nickerchen im W123 auf dem Weg zurück in die Schweiz

Sonntag 02.07.2006

Tag der Offenen Tür bei der LFL

Es war wohl wieder gegen 7:00 Uhr, als ich erwachte. Nachdem ich mich wieder angezogen hatte, setzte ich den Daimler in Bewegung um zu meinem "Frühstückstisch" zu fahren. Schon während des Frühstücks kam ein ehemaliger Kollege vorbei, welcher mit Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür beschäftigt war. Wir unterhielten uns nur kurz da er in Eile war. Ich Frühstückte weiter. Ein zweiter Weihenstephaner kam vorbei und hatte scheinbar etwas mehr Zeit zum reden. Ich fragte ihn, ob er mir nicht das Gebäude aufschliesen könnte, damit ich duschen könnte. Was er mir dann auch freundlicherweise tat. Nach dem Duschen verabschiedeten wir uns kurz und ich fuhr zum Flughafen um den Flugzeugen beim Landen und Starten zuzusehen. Es erinnerte mich etwas an alte Zeiten, als ich auch damals häufig den Ausblick vom Hügel neben der Startbahn genoss. Als ich gegen 11:00 Uhr genügend Flugzeuge gesehen hatte, war ich der Meinung, dass meine ehemaligen Kollegen mit ihren Aufbauarbeiten fertig sein müssten, sodass man deren Stände nun ruhigens Gewissen besuchen kann. Also setzte ich den Diesel wieder in Bewegung um zum Tag der offen Tür zu fahren. Dort wurde ich zugleich in angenehme aber auch lange Gespräche verwickelt. "Wie geht's? Was machst Du? Wann bist Du angekommen?, etc. ... Durch das viele Reden verging die Zeit wie im Flug. Ein Höhepunkt am Nachmitag war die Demonstration von alten und neuen Maschinen, wobei natürlich ein Schlüter Traktor nicht fehlte. Gegen 18:00 Uhr hatte ich genügend gesehen und geredet, sodass ich mich wieder auf den Heimweg machte. Ich schafte es bis nach Landsberg am Lech, als mich die erste "Schlafwelle" einholte. Also zog ich runter von der Autobahn und machte ein Nickerchen auf dem Rasthof. Gegen 20:00 Uhr ging die Fahrt auf der mir gut bekannten Autobahn weiter nach Lindau und Bregenz. In Bregenz nutze ich kurz vor der A/CH Grenze wiedermal die Möglichkeit den steuergünstigeren Östereichischen Diesel zu bunkern, wobei ich auch den am Morgen entleerten Kanister wieder auffüllte. Der Grenzübertritt dürfte wohl gegen 23:00 Uhr stattgefunden haben.Trotz meines etwas ungewöhnlichen Gefährtes erfolgte dieser diskussionslos bzw. ohne Passkontrolle. Dank der freien Schweizerischen Autobahn ereichte ich gegen 23:30 Uhr meine Wohnung in Tänikon, wo mich meine Katze erwartete :-).

Gefahrene Kilometer: 312 km

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